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Fuggerbank plädiert für Sektorrotation – weg von den Coronagewinnern

Vor allem bei Autozulieferen sieht der Leiter Asset Management Potential.

Fuggerbank plädiert für Sektorrotation – weg von den Coronagewinnern

Der Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank, Marko Behring, geht von einer Sektorrotation aus bei bislang abgestrafte zyklische Aktien zulegen und die Titel von Krisengewinnern aus dem Tech-Bereich an Boden verlieren.  

Als Beispiel nennt die Fuggerbank die Aktie des Lieferdienstes Delivery Hero. Sie habe seit die Pharmafirmen Pfizer und BioNtech einen Coronaimpfstoff ankündigten mehr als 15% ihres Werts eingebüßt. Die deutschen Autobauer VW und BMW liegen dagegen seither 15,1% im und 14,4% im Plus. Daimler holte 11,8% auf.

Und auch die Pfizer-Aktie hat mittlerweile gelitten. „Viele Investoren fürchten, dass das Geschäft mit den Covid-19 Impfstoffen kleiner ausfallen könnte als zunächst gedacht“, so Behring. Anleger fürchten, dass ein Impfstoff nicht die gleichen Gewinne in die Kassen der Unternehmen spült, wie ein regelmäßig benötigtes Präparat, meint der Experte.

„Die einstigen Börsenlieblinge stagnieren oder verlieren, dagegen holen verprügelte Branchen auf. Zu ihnen zählen im S&P 500 etwa Energieunternehmen und Versorger. Abgestraft wurden sogenannte ‚Stay-at-Home‘- Aktien und – das mag überraschen – auch Pharmaunternehmen“, so Behring.

Insbesondere sieht er Aufholpotenzial bei der Automobilzulieferern. „Im Gegensatz zu den bereits gut gelaufenen Autobauern findet man in der Zulieferbranche nicht selten gesündere Bilanzen und kann im Falle einer breiten konjunkturellen Erholung auf einen höheren Hebel hoffen“, so Behring.

Außerdem hätten viele Automobilzulieferer den schönen Kursanstieg der Autobauer bislang noch nicht komplett nachvollzogen. Eine weitere interessante Branche sieht Behring in der Versicherungswirtschaft. „Bei den Versicherern locken vor allem die auskömmliche Dividendenrendite und die trotz Covid-19 nach wie vor stabile Ertragsentwicklung. Auch das ein oder andere Energieunternehmen ist interessant, und angesichts hoher Dividendenrenditen einen zweiten Blick wert“, sagt Behring. Gleiches gelte für Versorger, die von der Fürst Fugger Privatbank bereits vor einigen Monaten positiv eingeschätzt wurden, so die Bank.

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