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Invesco startet eigenes ESG-Rating- und Analysetool

Der Asset Manager erhalte mit dem eigenen Tool mehr Transparenz als mit einer einzelnen externen ESG-Lösung.

Invesco startet eigenes ESG-Rating- und Analysetool

Invesco hat ein eigens entwickeltes ESG-Rating- und Analysetool in sein Asset Management eingeführt. Die Lösung heißt „ESGintel” und fokussiert sich auf Faktoren für eine nachhaltige Wertschöpfung und ein nachhaltiges Risikomanagement, so Invesco.

ESGintel wurde vom Nachhaltigkeitsteam und dem SIP Technology Team von Invesco, das für Technologie, strategische Innovation und Planung zuständig ist, gemeinsam entwickelt. Es ermögliche umfassende Einblicke in Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren, -Kennzahlen, -Datenpunkte und -Trends bei mehr als 8.000 Unternehmen.

Der Asset Manager mit  Sitz in Atlanta, USA strebe es an, systematisch bei allen seinen Anlagestrategien ESG zu integrieren. Das neue Tool werde dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Zunächst wird ESGintel bei allen in Luxemburg, Irland und dem Vereinigten Königreich aufgelegten Produkten mit Unternehmensportfolios zum Einsatz kommen. Außerdem wir es auch bei einigen weiteren Strategien aus anderen Regionen genutzt werden.

Das Tool habe Zugriff auf verschiedene Datenquellen und umfasse auch Modelle für Unternehmen, für die es derzeit noch keine öffentlichen Daten oder ESG-Bewertungen gibt. Somit habe ESGintel eine bessere Abdeckung als die Plattformen der meisten externen Anbieter, so Invesco.

„Invesco bewertet die Auswirkungen verschiedener ESG-Indikatoren auf die Wertschöpfungskette von Unternehmen ganzheitlich. Wir untersuchen, welche ESG-Faktoren die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsmodelle der Unternehmen beeinflussen, und unsere Investmentteams können diese Informationen in ihren Entscheidungsprozessen nutzen“, so Cathrine De Coninck-Lopez, Global Head of ESG bei Invesco.

Invesco wolle im Blick behalten wie Unternehmen ihren ESG-Ansatz weiterentwickeln und auf ihr gesamtes Geschäftsmodell anwenden. Das Ziel von ESGintel sei es daher gewesen, besondere Transparenz über diese Entwicklung zu schaffen.

„Dank unserer hauseigenen ESG-Expertise und Daten aus der Investmentpraxis können wir eigene Einschätzungen formulieren und unsere Methodik kontinuierlich optimieren. Im Zuge der Weiterentwicklung des Tools werden wir zusätzliche Funktionen ergänzen, das betrachtete Unternehmensuniversum vergrößern und noch transparenter werden, um den Bedürfnissen und Interessen unserer Investoren gerecht zu werden“, so De Coninck-Lopez weiter.

ESGintel kombiniert in seiner Analyse die Datensätze unterschiedlicher Anbieter. So kommt der Asset Manager zu eigenen Erkenntnissen. Unter anderem werden die folgenden Daten genutzt: Bloomberg ESG und Sustainalytics Controversies, sowie Scores der Transition Pathway Initiative, die CO2-Daten von ISS, die Science-Based Targets und eine CDP-Bewertung der CO2-Berichterstattung. Invesco will das Tool noch vor Jahresende um weitere Datenquellen ergänzen und damit die Anzahl der bewerteten Unternehmen deutlich steigern, heißt es.

„Mit ESGintel erhalten wir eine eigene Einschätzung zu den ESG-Risiken und -Chancen unserer Portfoliounternehmen. Das Tool bietet eine hohe Marktabdeckung sowie die Flexibilität, die Gesamteinschätzung der ESG-Performance von Unternehmen durch unsere eigenen Einblicke aus unserem direkten Austausch mit den Unternehmen zu unterfüttern. Durch die Kombination unserer eigenen Analysen mit verschiedenen externen Quellen erhalten wir bessere Einblicke, als wenn wir uns nur an den Bewertungen eines einzigen externen Anbieters orientieren würden“, so Stephanie Butcher, Chief Investment Officer von Invesco.

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