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Jupiter halbiert Grenke-Position nach Short-Attacke

Der größte externe Anteilseigner der deutschen Leasinggesellschaft reduziert seinen Anteil. Andere Fondsmanager wie Hendrik Leber hatten sich dagegen hinter Grenke gestellt.

Jupiter halbiert Grenke-Position nach Short-Attacke

Aus London berichtet Daniel Grote, Chefredakteur von Citywire Funds Insider.

Die britische Jupiter Asset Management hat ihren Grenke-Anteil nach einer Short-Attacke fast halbiert. Das zeigen Dokumente, die der Asset Manager diese Woche veröffentlichte. Bisher war Jupiter der größte externe Anteilseigner des Unternehmens.

Grenke-Aktien sind um rund 40% gefallen, seit der umstrittene Leerverkäufer Viceroy Research einen Report veröffentlichte, in dem er dem Baden-Badener Unternehmen Bilanzbetrug und räuberische Praktiken gegen Kleinunternehmen vorwirft. Grenke wies die Vorwürfe entschieden zurück und behielt sich das Recht vor, rechtliche Schritte gegen Viceroy einzuleiten.

Jupiter reduzierte in den Tagen nach der Veröffentlichung des Reports seinen Grenke-Anteil von 5,7% der Aktien auf 3,2%. Die Fondsgesellschaft lehnt eine Stellungnahme zu dieser Eintscheidung ab.

Andere wie der Fondsmanager Hendrik Leber und und die Fondsboutique Gané hatten sich dagegen in den vergangenen Tagen hinter Grenke gestellt.

Der Großteil der Jupiter-Beteiligung befindet sich in dem 4,5 Milliarden Pfund schweren und nur in Großbritannien registrierten Jupiter European Fund, der von Mark Nichols (Citywire-Rating A) und Mark Heslop verwaltet wird. Die Position entsprach zuletzt 3,6% des Portfolios.

Vorgänger Alexander Darwall hatte die Position aufgebaut. Darwall hatte Jupiter im vergangenen Jahr verlassen, aber mit seiner Firma Devon Equity Management den European Opportunities Trust weitergeführt. Er verkaufte seine Grenke-Beteiligung nach der Shortattacke komplett. Schon der Wirecard-Skandal hatte Darwall empfindlich getroffen.

Nichols und Heslop hatten dagegen die Wirecard-Position, die Darwall ihnen überlassen hatte, frühzeitig verkauft.

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