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T. Rowe Price bildet zweite Investment-Einheit und will Analysten einstellen

Bei den Fondsmanagern ändert sich aber nichts. Auch Sicav-Fonds, die deutschen Anlegern zugänglich sind, sind betroffen.

T. Rowe Price bildet zweite Investment-Einheit und will Analysten einstellen

Aus New York City berichtet Alex Steger, Chefredakteur von Citywire USA.

T. Rowe Price wird seine Investmenteinheit in zwei Teile aufspalten. Dafür plant das Unternehmen, bis zum zweiten Quartal 2022 eine neue Einheit namens T. Rowe Price Investment Management (TRPIM) zu gründen, in der mehrere Investmentfonds untergebracht werden sollen.

Darunter befinden sich laut Anfrage von Citywire Deutschland auch Sicav-Fonds, die für deutsche Anleger zugänglich sind. Genau gesagt handelt es sich um den T. Rowe Price US Smaller Companies Equities Fund, der von Curt Organt verwaltet wird, und den von Kevin Loome (Citywire-Rating A) verwalteten T. Rowe Price US High Yield Bond Fund.

Die neue Einheit wird von Stephon Jackson geleitet, dem derzeitigen stellvertretenden Leiter des Bereichs US-Equity. Eine Reihe hochkarätiger Manager werden in die neue Einheit wechseln, darunter Brian Berghuis und David Giroux (Citywire-Rating AAA). Insgesamt wechseln 85 Anlageexperten auf die neue Plattform. Es wird keine Managerwechsel bei den Fonds geben.

In einer Mitteilung heißt es von T. Rowe Price, dass das Ziel der Entscheidung sei, den Strategien „mehr Flexibilität zu verleihen, um mehr Anteile von bestimmten Aktien zu halten und die Investmentkapazität ... zu maximieren, während gleichzeitig die Investitmentkultur der Firma in beiden Einheiten beibehalten wird.“

Katie Rushkewicz Reichart, Direktorin für Aktienstrategien bei Morningstar, sagt, der Schritt sei angesichts der derzeitigen Kapazitätsengpässe des Unternehmens sinnvoll.

„Der Schritt ist eine logische Lösung für die seit langem bestehenden Kapazitätsprobleme des Unternehmens, die insbesondere die renommierten Small- und Mid-Cap-Strategien des Unternehmens eingeschränkt haben“, schreib sie in einem Kommentar. Es gebe derzeit zehn Strategien, die insgesamt rund 30% des im September 2020 verwalteten Vermögens des Unternehmens in Höhe von $1,3 Billionen ausmachen und die derezit für neue Investoren geschlossen sind. Da jede Einheit nun eigene Höchstgrenzen für Positionen in bestimmten Aktien hat, erhöhe sich der Spielraum für die Manager, im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen Investments zu tätigen. Drei der sechs Fonds, die in die neue Einheit umziehen, seien zur Zeit für Neuinvestoren nicht zugänglich.

Das Unternehmen teilt mit, dass es in den letzten zwei Jahren in Erwartung dieses Schrittes zusätzliche Analysten eingestellt habe und plane, im kommenden Jahr weitere Analysten zu holen.

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