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Umfrage: Fondsmanager setzen auf Sektorrotation

Sie positionieren sich deutlich zyklischer. Aber nicht alle Value-Assets sind gleichermaßen beliebt.

Umfrage: Fondsmanager setzen auf Sektorrotation

Fondsmanager sind so bullisch wie noch nie in diesem Jahr und bereiten sich auf eine Sektorrotation vor. Das geht aus dem Fund Manager Survey von Bank of America Research hervor. Die Studie enthält Antworten von 190 Portfoliomanagern weltweit mit insgesamt mehr als $600 Milliarden Assets under Management.

Seit dem Survey im zweiten Quartal haben die befragten Fondsmanager eine „unmissverständliche“ Rotation begonnen, so die Investment-Strategen der Bank of America. Die Fondsmanager bauten Positionen in Schwellenländern, Small Caps, Value-Titeln und Banken auf. Im Gegenzug reduzierten sie die Kassequote von durchschnittlich 4,4% auf 4,1%. Damit liegt der Cash-Anteil leicht unter dem Vorkrisenniveau von 4,2%. Außerdem reduzierten sie Anleihen und Verbrauchsgüter.

Bei manchen zyklischen Assets hielten sich die Fondsmanager zurück. Wenig attraktiv waren weiterhin Anlagen aus Japan, der Eurozone und Großbritannien und Energieaktien.

Der abgebauten Anleihen- und Kassequoten drückten sich bei 46% der Befragten in einem Netto-Aktienübergewicht des Portfolios aus. Das sei extrem nahe an der Grenze zur extrem bullischen Stimmung, die die Bank of America bei mehr als 50% zieht.

Hintergrund der positiven Stimmung waren Impfstoffnachrichten, der Ausgang der US-Wahl und gute Makro-Vorzeichen, heißt es. Der Optimismus für weltweites Wirtschaftswachstum und eine Steigerung der Unternehmensgewinne liege auf einem 20-jährigen Höchststand. Eine große Mehrheit von 66% der CIOs sei der Meinung, dass sich die Wirtschaft in einem frühen Zyklus befindet und nicht in einer Rezession. Eine kleine Mehrheit will aber trotz des positiven Ausblicks solidere Bilanzen von Unternehmen sehen. Das Coronavirus wird weiterhin als das größte Tail-Risiko angesehen.

Fondsmanager nannten auch ihre Lieblingstrades für 2021. Auf den ersten drei Plätzen stehen Long-Exposures zu Schwellenländern, dem S&P 500 und Öl. Konträr positionierte, aber bullische Fondsmanager würden im vierten Quartal Positionen in Japan, der Eurozone und Großbritannien sowie Energietitel aufbauen und antizipieren eine vollständige Sektorrotation. Konträre Bären würden dagegen Ende 2020 und Anfang 2021 auf Verbrauchsgüter setzen.

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